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1. Damen - 2016/2017

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unterstützt das Team in der

Bezirksliga Ostsachsen

 

Die besondere Konstellation des Spielplanes dieser Saison sah den zweiten Heimspieltag der Bautzener MSV-Frauen in der Rückrunde in unmittelbarer Folge des ersten und mit erneut starker Gegnerschaft vor.

Die klaren Erfolge vor 3 Wochen sollten aber nicht zur Annahme führen, dass es diesmal gegen die Herrnhuter Volleyfanten und Panschwitz-Kuckau so weitergeht.

Die Herrnhuterinnen sind nach wie vor die Überraschungsmannschaft der Liga mit der wohl besten Abwehr und kamen als Tabellenzweite. Im Hinspiel konnten ihnen die Bautzenerinnen nach einem mitreißenden Spiel die erste Heimniederlage beibringen. Diesmal konnte Bautzen mit einem kompletten Kader von 12 Spielerinnen antreten und ging entsprechend motiviert in die Partie. Im 1. Satz flutschte es nur so, die Volleyfanten fanden gegen die variablen Angriffe kein Mittel und wurden mit 25:14 an die Wand gespielt.

Aber Herrnhut ist bekannt für ihren Kampfgeist und so stellten sie sich im 2. Satz immer besser auf die MSV-Frauen ein. Nachdem diese zu Beginn des Satzes wieder klar in Führung gingen, schlichen sich immer mehr Fehler ins Angriffsspiel und in der Feldabwehr waren die Volleyfanten einfach besser. Sie drehten den Spieß um und holten sich den Satz knapp mit 25:23.

Nun entwickelte sich das erwartete enge Match auf Augenhöhe mit vielen attraktiven Spielzügen. Bautzen konnte sich im dritten Satz wieder steigern und nicht zuletzt durch die Möglichkeit öfter wechseln zu können, mit 25:22 durchsetzen.

Der 4. Satz war bis zum Schluß völlig offen. Bautzen führte zwar meistens, aber nur mit maximal 2 Punkten und Herrnhut war immer auf Tuchfühlung. Es hätte auch ein 5-Satz-Spiel werden können, doch die MSV-Frauen hatten diesmal das berühmte Quentchen Glück auf ihrer Seite. Als Gastgeschenk servierten ihnen die Herrnhuterinnen in der Schlußphase 3 verschlagene Aufgaben und damit konnte nach einem 27:25 der 3:1-Erfolg bejubelt werden.

Die makellose Heimbilanz dieser Saison hielt also und nun kam „Problemgegner" SV St. Marienstern Panschwitz-Kuckau. Die vergangenen beiden Spiele hatte Bautzen jeweils klar mit 0:3 verloren. Es ist die Spielweise der Mariensterne, mit der die MSV-Frauen einfach nicht klarkommen.

Diesmal wollten sie es endlich besser machen und starteten ähnlich stark wie im ersten Spiel. Nach anfänglich klarer Führung deutete sich aber schon an, dass es wieder ein einziger Krampf wird. Panschwitz-Kuckau verlor zwar den ersten Satz, kam aber noch bis auf 22:25 heran.

Im 2. Satz ging dann die Linie völlig verloren und es dominierte der Kampf. Die Mariensterne, noch frisch, ließen keine Lücke in der Abwehr zu und trafen mit ihren unorthodoxen Angriffen immer wieder. Sie führten ständig mit mehr oder weniger Punkten und holten den Satz mit 25:21.

Diesmal gab es aber eine Gegenreaktion der Bautzenerinnen. Sie konnten sich nochmal steigern und spielten ihren besten Satz in diesem Spiel. Insbesondere die Abwehr funktionierte wieder und ermöglichte zwingende Angriffe. Ein klares 25:14 war der Lohn, jedoch noch nicht die Entscheidung.

Denn im 4. und 5. Satz zeigte sich, dass die Bautzenerinnen ihr Glückskonto wohl schon im ersten Spiel aufgebraucht hatten. Panschwitz-Kuckau verteidigte mit Mann und Maus aber auch jeden Bautzener Angriff. Phasenweise lagen 4 Spielerinnen gleichzeitig auf dem Boden, der Ball kam irgendwie über das Netz. Am Ende des Satzes war die Luft raus bei den Bautzenerinnen. Sie mussten den intensiven Sätzen vorher Tribut zollen. Nach 22:25 ging es in den Tie-Break und dort konnten sie den Mariensternen nicht mehr ernsthaft Paroli bieten. Mit der 2:3-Niederlage scheint sich Panschwitz-Kuckau endgültig zum Angstgegner entwickelt zu haben.

Trotzdem muss ein positives Fazit aus den Heimspielen dieser Saison gezogen werden:

Es ist lange her, dass Bautzen in einer Saison nur ein Heimspiel verloren hat. Alle drei Mannschaften, die vor den Heimspielen in der Tabelle vor Bautzen lagen, wurden mit jeweils 3 Punkten besiegt. Selbst wenn die Heimserie nun gerissen ist, wurde wenigsten noch 1 Punkt geholt. Dieser kann in der Endabrechnung noch entscheidend werden. Herrnhut hat ein Spiel weniger und ihnen dürfte der zweite Platz kaum noch zu nehmen sein. Aber um den dritten Tabellenplatz streiten sich noch 3 Mannschaften und Bautzens Ausgangsposition ist nicht die schlechteste.

Bautzen spielte mit: A. Rieger, D. Probst, L. Pasieka, J. Spee, L. Scheunig, M-L. Gehlauf, N. Herwig, K. Wagner, S. Rudolph, J. Zacher, M. Jäckel und L. Schubert.