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1. Herren - 2011/2012

1herren1011
unterstützt das Team in der

Sachsenliga

 
... es reicht einfach nicht, um endlich mal wieder in der Sachsenliga zu gewinnen. In Aue ging unsere 1.Männer vor rund 30 Zuschauern klar mit 0:3 als Verlierer vom Feld.

Mit einem Minikader von nur 7 Spielern (Danke an Vincent für deinen Einsatz) und Spielertrainer Robert Eckelt war die Mannschaft so klein wie zu Letzt vor 4 Jahren im Januar in der Sachsenklasse in Mickten. Damals entging man am Ende des Spieljahres nur mit einem Satz gegen Kaupa-Neuwiese dem Abstieg in die Bezirksliga – hoffentlich kein schlechtes Omen, aber sicher ein Fingerzeig wie es Momentan um die Mannschaft steht. Doch erst mal zum Spiel selbst.

Im ersten Satz lag man von Beginn an hinten. Ständig führten die Erzgebirgler mit bis zu 4 Punkten. Dann endlich waren unsere Männer beim 20:20 gleichgezogen und hätten sicher mit einem Satzgewinn neues Selbstvertrauen getankt und vielleicht eine Siegchance gehabt. Denn beim 24:23 gab es Satzball und was passiert? Treue Leser werden es wissen – der Aufschlag wurde erneut verhauen. Aue gleicht zum 24:24 aus. Aber aus dem K1 heraus erneuter Satzball – 25:24. Wieder werden 2 Satzbälle nicht genutzt und Aue gewinnt noch 28:30. Das eine Mannschaft mit mentalen Problemen und fehlendem Selbstvertrauen dann endgültig nichts mehr zu Stande bringt, kann sich wohl jeder der mehr als 5 Jahre Volleyball spielt denken.

Deshalb sind die zwei anderen Sätze schnell erzählt. Die Eckelt-Männer gehen zwar erst mal in Führung, Philipp gelingt beim 3:2 ein seltenes Aß, doch über eine 6:4-Führung schlägt der Gegner zurück und ab dem 7:11 waren alle Messen gesungen. 21:25 geht der Gastgeber mit 0:2 in Führung. Der dritte Satz gehörte von Beginn an dem SV Schneeberg und ohne größeren Aufwand wurde erneut mit 21:25 und das Spiel mit 0:3 gewonnen. Glückwunsch nach Aue-Schneeberg. Ich hoffe die Auer-Mannschaft nimmt es mir nicht übel, aber was beide Mannschaften boten war eher für den Oldie-Fan-Club auf den Rängen eine Belustigung (sie amüsierten sich einige Male köstlich über Spielzüge und massenhaft verschlagene Aufgaben auf beiden Seiten) als das es Volleyball der 4.Liga war. Zumindest der Sieger hat so viel getan wie nötig war. 

Es sind jetzt 75 % oder auch Dreiviertel aller Spiele absolviert und man sollte jetzt endlich mal über die Ursachen der schlechten Ergebnisse „schärfer" nachdenken und sich damit auseinander setzen. Die gesamte Mannschaft ist noch genauso vollzählig wie beim ungeschlagenen Sachsenklassensieg vor 3 Jahren, dem Sachsenliga-Durchmarsch vor 2 Jahren und dem Abenteuerjahr in der Regionalliga. Diese Männer können ja nicht die Techniken des Volleyballs verlernt haben und auch die Athletik ist noch fast gleichwertig da. Aber taktisch scheint mir einiges im Argen zu sein, aber da lasse ich mich gerne belehren. Unstreitig ist aber das mangelnde Selbstbewusstsein und der verlorene Spaßfaktor am Volleyballspielen. Sie bemühen sich ja, aber es kommt kein Spielfluss zusammen. Wenn in jedem Spiel solche guten Spieler 15 bis 20 Aufgaben verhauen, dann stimmt doch wohl mental irgendwas nicht? Mit diesem technischen Ausbildungsstand wird man doch wohl wenigstens die 81 m² treffen – auch wenn Standaufschläge „doof" aussehen. Verhauene Sprungaufschläge nützen ja nichts und zerstören den Spielfluss und bringen dem Gegner leichte Punkte.

Wer kann den Spielern das Selbstvertrauen und den Spaß am Volleyball zurück bringen? Wer ist für die taktischen Anweisungen verantwortlich? Aus meiner Sicht ist Trainer Robert Eckelt dringend gefordert mit der Mannschaft eine Analyse zu machen, einen gemeinsamen Draht zu finden und das Ruder vor dem nächsten Heimspieltag am 10.03.12 rumzureißen. Denn dort geht es im ersten Spiel gegen den Tabellenletzten aus Markkleeberg um „Alles oder Nichts"! Wenn wir das Spiel zu Hause verlieren, geht mit großer Sicherheit eine siebenjährige Volleyballära in Bautzen zu Ende (danach kommen nur noch 3 Spitzenteams). Ob dann jemals noch höherklassiger Volleyball in Bautzen zu sehen sein wird ist in Frage zu stellen. Mannschaft, Trainer und Umfeld der 1.Männer sind aufs Höchste gefordert in den nächsten 4 Wochen eine Lösung zu finden! Haltet die Reihen geschlossen, redet Miteinander, stellt euch in den Dienst der Mannschaft und des Vereins und rauft euch wieder zusammen! Lasst den Kopf und euch nicht hängen! Seit Gründung der UNO 1945 werden Fahnenflüchtige nicht mehr erschossen – aber gemein gegenüber den Standhaften wäre es trotzdem! 

Für den MSV spielten: Kapitän Sten Urban, Thomas Winter, Uwe Borrmann, Philip Reiche, Tilo Einsiedel, Vincent Hose und Libero Oliver Hasse – Coach: Robert Eckelt