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1. Herren - 2010/2011

1herren1011
unterstützt das Team in der

Regionalliga-Ost

 
Wie Phönix aus heißer Asche stiegen unsere 1.Männer zum Abschluss dieses Spieljahres bei der 1.Runde im Regionalpokal empor. Als Schiedsrichter Frank Walter um 23.00 Uhr beim Stand von 21:23 den Tiebreaksieg für die TSG Markkleeberg gegen uns Abpfiff krochen zwar alle 18 beteiligten Spieler auf dem Zahnfleisch in die Kabinen, aber für unsere Mannschaft gilt ab sofort „Totgesagte leben länger"! Viele Volleyballfans hatten geglaubt, dass unsere Mannschaft nach der von endlosen Niederlagen gezeichneten Regionalligasaison untergehen oder zerfallen würde, aber dieser Pokalspieltag war ein überzeugender Beweis für die Reife dieser Mannschaft. Aber der Reihe nach!

Im ersten Spiel standen sich die TSG Markkleeberg und der Sachsenpokalsieger und Sachsenmeister TSV Zschopau gegenüber. Allseits war man auf dieses Spiel gespannt und wollte mal das wahre Leistungsvermögen dieser Mannschaft sehen. Unterstützt von einer kleinen Fangruppe lieferten sie dem Regionalligisten erbitterten Widerstand und verloren nur ganz knapp im Tiebreak mit 15:17. (25:18 ; 23:25 ; 25:22 ; 19:25 und 17:15) Es war ein ansehnliches Spiel mit hohem Tempo und tollen Abwehrszenen. Der Regionalligaaufsteiger hat zwar erkennen müssen, das die 3.Liga doch erheblich stärker ist als die Sachsenliga, wird aber sicher für Furore sorgen!

Im zweiten Spiel ging es für unsere Männer gegen den VC Dresden II. Die Dresdner nutzten die Gelegenheit und testeten mit ihrer U20 für die Deutschen Meisterschaften in einer Woche. Trainer Jan Pretscheck hatte gehofft zwei Spiele als Test zu haben und setzte auf Sieg. Unsere Männer mussten auf 4 Spieler verzichten und dadurch bekam Steffen Jais die Gelegenheit auf der Mitte zu spielen. Das es 9 Sätze werden hatte er sicher nicht gedacht und voll überzeugt. Zuspieler wurde nach langer Zeit wieder mal Sten Urban, der seine Sache gut machte. Der erste Satz wurde mit 25:20 gewonnen. Der zweite Satz ging mit 20:25 an die jungen Dresdner. Doch Kapitän Sten Urban und Robert Eckelt fanden scheinbar die richtigen Worte, denn trotz großen Widerstandes des Gegners behielt man die Übersicht und gewann zweimal knapp mit 25:23 und das Spiel mit 3:1. Schon in diesem Spiel merkte man die wiedergewonnene Lockerheit und Spielfreunde bei unseren Männern und sie ließen sich nicht entmutigen. Nun kam es etwas überraschend zum Finalspiel der Gastgeber gegen die TSG Markkleeberg.

Was bei diesem Finalspiel abging erscheint fast unglaublich. Schon die Anpfiffzeit mit 20:52 Uhr und beste Beachtemperaturen in der Halle verlangte von allen Beteiligten noch mal höchste Anstrengung. Und beide Mannschaften gaben ALLES – ein echter Pokalkampf. Unglaublich aber war der MSV Bautzen ging mit 2:0 in Führung. (25:21 und 25:22). Es schien so als ob die Markkleeberger noch den klaren Punktspielsieg am letzten Spieltag im Kopf hatten und nun überrascht waren vom Auftreten unserer Mannschaft. Doch im dritten Satz kam die Wende. Vier Bautzener Fehlaufschläge in Folge brachten plötzlich die Gäste mit 8:12 in Front und sie hielten den Vorsprung bis zum 20:25.

Im vierten Satz gelang den Gästen beim 13:16 endlich ein kleiner Vorsprung und sie retteten sich ganz knapp mit 23:25 in den Tie-break! Aus unserer Sicht schon jetzt ein tolles Ergebnis. Doch was die Mannschaften, Schiedsrichter und Fans dann erlebten kommt wohl nur alle 10 Jahre einmal vor und war Hardcore-Volleyball. Die allerletzten Kräfte mobilisieren und Nervenanspannung vom Feinsten. Markkleeberg zieht bis zum 4:12 auf und davon und der Spielsieg scheint klar zu sein. Die Fans und Mannschaften mussten das Sieg-Freibier abschreiben und fingen an einzupacken. Doch was für eine Energieleistung unserer Männer – sie ließen nicht locker und wieder unglaublich aber Wahr – sie kommen bis auf 12:13 heran. In dieser Phase sind tolle Angriffe und spektakuläre Abwehraktionen zu erleben. Nun wurden die Gäste doch nervös und man merkte ihnen an, dass sie verbissen um den Sieg spielten und gerne in die nächste Runde wollten. Aber viermal schien alles für Bautzen zu sprechen – viermal Matchball!!! Doch jedes Mal schlägt der Gegner zurück und hat selber viermal Matchball und dann endlich ist das Glück auf ihrer Seite und es gelingt ihnen der 21:23-Tie-breack-Sieg. Wer so was schon mal erlebt hat sollte sich in der Kommentarfunktion melden. Glückwunsch an den Turnierfavoriten!

Fotos dazu unter: www.bautzen-foto.de bei „Foto-Schröder"!

Auch mit dieser Niederlage ist aber die große Überraschung unsere Mannschaft. Trotz nicht vollem Training einiger Spieler gelang es in der Vorbereitung Robert Eckelt und Sten Urban die Mannschaft neu zu motivieren und gut auf diesen Spieltag einzustellen. Insbesondere Robert fand dann in allen Spielphasen immer die richtigen Worte und hielt dadurch die Moral hoch. Als Libero sicher nicht immer einfach die Übersicht zu bewahren. Kompliment! Wie alle Spieler sich an diesem Tag präsentiert haben war „wie in alten Zeiten". Nach diesen Pokalspielen braucht es niemanden um die Sachsenligasaison Bange zu sein. Mit dieser Mannschaftsleistung spielen wir an der Spitze mit. Was ihr an diesem Tag geleistet habt war die totale Überraschung und es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Nun erholt euch erst mal und im August geht es mit neuem Schwung weiter.

Für den MSV waren dabei: Kapitän Sten Urban, Sören Wagner, Uwe Borrmann, Thomas Rublack, Rico Gerber, Philipp Reiche, Steffen Jais, Oliver Hasse und der Libero und Trainer Robert Eckelt , Co-Trainer Marcus Heidrich

An dieser Stelle nochmals großen Dank an unserer Helfer in diesem Spieljahr. Neun Heimspiele und dieses Pokalturnier zu organisieren ist schon eine große Herausforderung und ihr habt es toll gemeistert.

Deshalb DANKE an Ilona, Yvette und Liane vom Einlaß/Organisation. DANKE an Mandy und Manuel die alle Spiele als Schreiber begleitet haben! Danke an unsere Jungs vom Nachwuchs als Ballholer: Simon, Max, Jonathan und Florian.

DANKE an unsere Sponsoren! Durch sie war es möglich ein niveauvolles Umfeld in der 3.Liga zu schaffen und wir haben ihre Firmen nach Sachsen und Thüringen hinaus getragen!

Trotz der vielen Niederlagen und des Abstiegs war es doch ein großes Erlebnis für alle Spieler und Beteiligten mal in der Regionalliga dabei zu sein. Und seit gestern wissen wir – negative Spuren oder gar Suizidgefahr hat es bei niemandem hinterlassen.... Der Spaß bleibt uns erhalten!